Rentner

Pflichtversicherte Rentner

Der Beitrag für pflichtversicherte Rentner errechnet sich prozentual aus

  • gesetzlicher Rente
  • Versorgungsbezug (Betriebsrenten)
  • Arbeitseinkommen aus selbständiger Tätigkeit
  • Land- und Forstwirtschaft
  • Gewerbebetrieb (z. B. Photovoltaik)
  • ausländischer Rente

Aus der gesetzlichen Rente trägt der pflichtversicherte Rentner zur Krankenversicherung einen Anteil von 8,6 Prozent, die Deutsche Rentenversicherung einen Anteil von 7,3 Prozent zur Krankenversicherung. Der Rentenversicherungsträger behält den Versichertenanteil ein und führt ihn zusammen mit seinem Beitragsanteil direkt an uns ab.

Aus Versorgungsbezügen/Arbeitseinkommen trägt der Versicherte den Beitrag zur Krankenversicherung – sofern die Bezüge den Betrag von 148,75 € überschreiten – allein.

Fragen und Antworten zur Krankenversicherung der Rentner finden Sie im Merkblatt der Deutschen Rentenversicherung.

Zum Merkblatt

Welcher Beitragssatz für die Berechnung der Beiträge Anwendung findet, richtet sich nach der Art der betragspflichtigen Einnahmen:

Art der Einkünfte Beitragssatz ab 01.01.2017
Rente der gesetzlichen Rentenversicherung
Versorgungsbezug
Betriebsrente
allgemeiner Beitragssatz 15,9 %
Gesetzliche Rente aus dem Ausland halber allgemeiner Beitragssatz 8,6 %

Führen der Rentenversicherungsträger oder die Zahlstelle die Beiträge ab, gilt der kassenindividuelle Zusatzbeitrag erst ab dem 1. März 2016. Für Januar und Februar wird der Zusatzbeitrag mit einem gesetzlich festgelegten Prozentsatz von 0,6 Prozent berechnet. Die Übergangsfrist von zwei Monaten wurde Rentenversicherungsträgern und Zahlstellen eingeräumt, um ihre Systeme zur Beitragsberechnung umzustellen.

Freiwillig versicherte Rentner

Bei freiwillig versicherten Rentner ist für die Beitragsbemessung die gesamte wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zu berücksichtigen. Aus diesem Grund sind neben der Rente der gesetzlichen Rentenversicherung und aus Versorgungsbezügen/Betriebsrenten auch alle weiteren Einkünfte (z.B. Mieteinkünfte, Kapitalerträge, private Altersrenten) beitragspflichtig.

Bei der Beitragsberechnung ist wie bei den Sonstigen freiwillig Versicherten die Mindestbeitragsbemessungsgrenze in Höhe von 991,67 Euro zu berücksichtigen. Unter Umständen ist auch hier das Einkommen des nicht gesetzlich krankenversicherten Ehegatten bzw. eingetragenen Lebenspartner zu berücksichtigen.

Auf Antrag zahlt der Rentenversicherungsträger einen Zuschuss in Höhe von 7,3 % zur Krankenversicherung mit der monatlichen Rente aus.

Welcher Beitragssatz für die Berechnung der Beiträge Anwendung findet, richtet sich nach der Art der betragspflichtigen Einnahmen:

Art der Einkünfte Beitragssatz ab 01.01.2017
Rente der gesetzlichen Rentenversicherung
Versorgungsbezug
Betriebsrente
allgemeiner Beitragssatz 15,9 %
Gesetzliche Rente aus dem Ausland halber allgemeiner Beitragssatz 8,6 %
Sonstige Einnahmen (z. B. Einkünfte aus
Vermietung, private Renten, Kapitalerträge)
ermäßigter Beitragssatz 15,3 %

Zugang zur Krankenversicherung der Rentner verbessert

Durch das Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz (HHVG) können sich Rentnerinnen und Rentner ab dem 01.08.2017 pro Kind drei Beitragsjahre für die gesetzliche Krankenversicherung anrechnen lassen. Dadurch erreichen vor allem Frauen leichter die 9/10 Regelung der Vorversicherungszeit.

Das Gesetz kennt keine Übergangsregelung. D.h. es sind auch Personen betroffen bzw. können von der Neuregelung profitieren, die ihren Rentenantrag vor dem 01.08.2017 gestellt haben und mangels Vorversicherungszeit bisher nicht in der KVdR pflichtversichert bzw. als Rentenantragsteller Pflichtmitglied sind. Die Versicherungspflicht beginnt dann mit in Kraft treten des Gesetzes zum 01.08.2017.

Bei den Bestandsfällen ist eine Prüfung der Versicherungspflicht nur auf Antrag der jeweiligen Person durchzuführen. Es kann hierzu ein Antrag auf Prüfung der Versicherungspflicht unter Berücksichtigung der gesetzlichen Neuregelung gestellt werden. Dem Antrag beizufügen sind entsprechende Nachweise der Elterneigenschaft wie z.B. Geburtsurkunde, Auszug aus dem Familienbuch, Adoptionsurkunde. Kopien von diesen Nachweisen sind ausreichend.

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