Veggie des Monats November

Esskastanie (Maroni)

Veggie Facts

Die Maroni (süddeutsch) – auch Esskastanie oder Edelkastanie genannt – erfreut uns von Oktober bis Dezember mit ihren fettarmen, süßen Nüssen. Was früher als günstiges Grundnahrungsmittel galt, ist heute zur Delikatesse aufgestiegen. Die Esskastanie kann aber weit mehr als nur mit ihrem feinen Geschmack überzeugen: Das kleine Wunderpacket steckt voller langkettiger Kohlenhydrate, Vitamine und Mineralstoffe. Dabei werden in China bei Weitem am meisten Kastanien geerntet, daher beim Kauf unbedingt auf die Herkunft achten.

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Stina Spiegelberg, Veganpassion

Gesundheitsplus

Esskastanien sind reich an komplexen Kohlenhydraten, die nicht nur satt machen, sondern auch für einen langsam ansteigenden Blutzuckerspiegel nach dem Verzehr sorgen. Damit beugen sie automatisch Heißhunger-Attacken vor. Mit reichlich Kalium unterstützen Esskastanien den Stressabbau und binden überschüssiges Natrium im Körper. Das enthaltene Vitamin C kurbelt unser Immunsystem an und schützt uns vor freien Radikalen. Die Esskastanie ist fettarm und gilt als Magenschonend, was sie als ideale Kost für Kleinkinder und Menschen mit empfindlichem Magen macht.
Übrigens gibt es keine botanische Verwandtschaft zwischen Nüssen und der Esskastanie, daher ist sie für Nussallergiker eine willkommene Abwechslung und lässt sich in Rezepten sehr gut anstelle von Nüssen verwenden.

Lagerung

Wer selber sammelt, sollte zwischen der Esskastanie (längliche Blätter und kuschelige Stachelfrucht) und der Rosskastanie (Fiederblätter und ledrige Stachelhülle) unterscheiden. Die Esskastanien aus ihren stacheligen Hüllen lösen und auf Rosten an der frischen Luft trocknen. Beim Kauf oder der Ernte von Esskastanien auf eine pralle und in sich geschlossene Frucht achten, damit sie nicht austrocknet oder sich Pilze bilden. Die reifen Früchte sollten trocken gelagert und schnell verzehrt werden, bevor sie austrocknen. Esskastanien lassen sich vorgekocht und geschält auch sehr gut einfrieren und so für bis zu 6 Monate haltbar machen.

Ideenreichtum

Esskastanien werden am unteren Ende sternförmig eingeschnitzt und in leichtem Salzwasser 20 Minuten gegart oder in der Pfanne oder dem Ofen geröstet. Beim Rösten entwickelt sich ihr typisch rauchiges Aroma, das ihr in vielen Speisen einen unverwechselbaren Wiedererkennungswert schenkt. Nun können sie als Snack genossen für Püree, Füllungen und Porridge verwendet werden. Im Handel gibt es außerdem sehr leckeres Kastanienmehl, das sich für Teige von Keksen bis Kuchen verwenden lässt. Probieren Sie damit einmal leckere Weihnachtsplätzchen aus!

Bildrechte © Veganpassion, Stina Spiegelberg

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