Veggie des Monats November

Rosenkohl

Veggie Facts

Am Rosenkohl scheiden sich die Geister – dem einen schmeckt’s, den anderen könnte man mit ihm jagen. Denn der leicht bittere Geschmack ist nicht jedermanns Sache. Doch dies ist mit den neuen Züchtungen passé. Die kleinen Kohlröschen sind wahre Wunder der Natur in Punkto Nährstoffe und Vielseitigkeit. Wie gesund Rosenkohl wirklich ist und welche health-booster in dem Wintergemüse stecken, erfährst du hier.

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Stina Spiegelberg, Veganpassion

Gesundheitsplus

Rosenkohl zählt zur Gattung der Kreuzblütengewächse und trägt bis zu 40 Knospen pro Stamm. Mit gerade einmal 35 kcal pro 100g zählt der Rosenkohl zur leichten Gemüseküche. Er enthält reichlich Ballaststoffe und eine ordentliche Portion pflanzliche Eiweiße (4,5g/100g). Die kleine Vitaminbombe unter den Kohlsorten deckt bereits mit 100g unseren Tagesbedarf an Vitamin C. Außerdem ist Rosenkohl ein guter Vitamin K-Lieferant, und reguliert mit seinem enthaltenen Kalium unseren Wasserhaushalt. Der hohe Gehalt an Folsäure (Vitamin B9) fördert unsere Stoffwechselprozesse, die Zellteilung und Bildung von Blutkörperchen. Mit diesen Funktionen ist Folsäure für jeden wertvoll, aber vor allem in der Schwangerschaft wichtig. Da unser Körper nur kleine Mengen an Folsäure speichern kann, ist es ratsam dieses essentielle Vitamin regelmäßig zu sich zu nehmen.

Rosenkohl enthält so genannte Glucosinolate, die ihn zum einen etwas bitter schmecken lassen (Sinigrin), zum anderen aber im Körper in Senföle gewandelt werden. Senföle wirken antioxidativ und schützen damit vor freien Radikalen.

Viele dieser wertvollen Nährstoffe sind hitzeempfindlich und wasserlöslich, daher sollte Rosenkohl bestenfalls in wenig Wasser schonend gegart werden. Das Kochwasser kannst du (wenn nach dem Kochen etwas übrig bleibt) für Soßen und Suppen verwenden.

Lagerung

Achte beim Kauf des Rosenkohls auf grüne Röschen mit frischem Anschnitt. Wenn du Rosenkohl (auf dem Markt oder beim Erzeuger) direkt am Stamm kaufen kannst, ist das die frischeste Option. Nur etwa 15% des Rosenkohls stammt aus Deutschland. Um lange Transportwege und Pestizide zu vermeiden, achte am besten auf heimischen Bio-Anbau. Nach dem ersten Frost erhöht sich der Zuckergehalt der Röschen, viele neue Sorten sind bereits süßer gezüchtet. Rosenkohl lässt sich am besten kühl, dunkel und leicht feucht in einem Küchentuch lagern.

Ideenreichtum

Für viele Kinder ist Rosenkohl zu bitter. In etwas Orangensaft oder mit einem Spritzer Ahornsirup gegart, verschwindet das bittere Aroma. Auch angebraten ist Rosenkohl hervorragend zu Reis, Pasta oder Kartoffelgerichten. Probiere einmal Rosenkohl-Falafel oder eine Buchweizenpasta mit gebratenem Rosenkohl. Viel Spaß beim herbstlichen Genießen!

Bildrechte © Veganpassion, Stina Spiegelberg

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