Veggie des Monats Juli

Bohnen

Veggie Facts

Ob als grüne Bohnen, weiße Bohnen, dicke Bohnen, Brechbohnen oder Kidneybohnen, kaum ein anderes Gemüse ist so artenreich wie die Bohne. Auf jedem Kontinent findet sie sich in anderer Variante, in jedem Land in anderen Gerichten. Schon 2016 wurde von den vereinten Nationen zum „Jahr der Hülsenfrüchte“ deklariert, mitunter um Krankheiten effektiv vorzubeugen und die nachhaltige Landwirtschaft zu unterstützen. Mit über 100 Sorten alleine in Deutschland lassen sich Bohnen spielend leicht in den täglichen Speiseplan einbauen. Und warum man unbedingt darüber nachdenken sollte? Das verrate ich Ihnen jetzt!

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Stina Spiegelberg, Veganpassion

Gesundheitsplus

Als Hülsenfrüchte sind die Bohnen Top-Anwärter für eine gesunde Eiweiß-Aufnahme, gleichzeitig versorgen sie uns mit komplexen Kohlenhydraten und sind dabei kalorienarm. Bohnen liefern mehr Ballaststoffe als jedes andere Gemüse und verwöhnen uns zusätzlich mit einer guten Portion Kalium. Damit halten sie lange satt, halten unseren Darm gesund und schützen ihn vor Krebs. Die Flavonoide in den Hülsenfrüchten schützen als Antioxidantien unsere Zellen und die enthaltene Folsäure erhält und repariert unsere DNS.

Mit ihrem geringen glykämischen Index (GI), gehen die Kohlenhydrate der Bohnen nur langsam in die Blutbahn über und halten den Blutzuckerspiegel konstant. Zudem enthalten sie lösliche Fasern, die beim Ausscheiden Cholesterin binden und so den Cholesterinspiegel senken.

Lagerung

Wenn sie beim Auseinanderbrechen schön knacken, sind grüne Bohnen frisch. Luftdicht verpackt halten sich Bohnen etwa zwei Tage im Gemüsefach des Kühlschranks. Eingemachte Bohnen sollten gut verschlossen sein, getrocknete Bohnen trocken gelagert werden. Bohnen und Gerichte aus Bohnen lassen sich sehr gut einfrieren. Das ist meistens die schönste Alternative, um portionsgerecht an die kleinen Eiweiß-Bomben zu kommen.

Ideenreichtum

Bohnen enthalten Phytin, das Mineralstoffe bindet und sollten daher vor dem Verzehr 24 Stunden in Wasser eingeweicht werden. Ihre Verdaulichkeit kann durch einfaches Einweichen ca. 24 Stunden vor dem Kochen verbessert werden. Die enthaltenen komplexen Kohlenhydrate (Oligosacharide) werden dabei teilweise zersetzt und damit die Garzeit der Bohnen verkürzt. Darüber unterstützt die Wahl der Gewürze die Verdauung: Kreuzkümmel, Anis, Koriandersamen und Fenchel sind hier besonders gut geeignet. Bohnen sind Hauptbestandteil von Chilis, machen einen wunderbaren Kartoffelsalat und (wer hätte es gedacht) zaubern traumhaft erfrischende Trüffelpralinen. Probieren Sie es aus!

Bildrechte © Veganpassion, Stina Spiegelberg

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