Veggie des Monats Januar

Topinambur

Veggie Facts

Der Topinambur, enger Verwandter der Sonnenblume, kam aus Mittel- und Nordamerika zu uns. Auch Erdartischocke oder Rosskartoffel genannt, ist der Topinambur ein Wurzelgemüse. Sein Geschmack erinnert an Artischocke, seine Optik kommt dem Ingwer nahe. Bereits zur Vorkolumbischen Zeit galt Topinambur aufgrund seines Nährstoffreichtums als Heilmittel. Mehr und mehr von der Kartoffel vom Markt verdrängt erlebt die kleine Knolle heute zurecht eine Renaissance. Denn Topinambur ist nicht nur kulinarisch ein Highlight, sondern verwöhnt uns ganz nebenbei mit einem Feuerwerk an Nährstoffen.

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Stina Spiegelberg

Gesundheitsplus

Topinambur ist ein kleines Alround-Talent, auch wenn man es ihm nicht direkt ansieht. Er enthält viele Ballaststoffe, die bei der Verdauung im Magen aufquellen und dadurch lange satt halten. Die zwei besonderen Ballaststoffe Inulin und Oligofrustose sind dabei besonders erwähnenswert. Denn bereits kleine Verzehrmengen von Topinambur haben aufgrund dieser Ballaststoffe eine probiotische Wirkung auf unseren Darm. Damit trägt der Topinambur nicht nur zur gesunden Darmtätigkeit bei, sondern baut außerdem eine gesunde Darmflora auf und stärkt damit unsere Abwehrkräfte.

Darüber hinaus ist die Knolle reich an Eisen und Kalium. Das gut verdauliche Eisen unterstützt den körpereigenen Sauerstofftransport im Blut und verbessert damit die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit. Das Kalium reguliert unseren körpereigenen Wasserhaushalt.

Topinambur gilt auch als „Diabetiker-Kartoffel“, da er den Blutzucker kaum beeinträchtigt.

Lagerung

Topinambur wird vom Herbst bis ins Frühjahr geerntet. Nach der Ernte verlieren die Knollen schnell an Feuchtigkeit und fangen leicht an zu schrumpeln. Da sie nur eine dünne Schale besitzen, sind sie, in einem feuchten Küchentuch eingeschlagen, wenige Tage im Kühlschrank haltbar. Den Topinambur vor der Lagerung am besten nicht reinigen, denn das Erdreich schützt ihn vor dem Austrocknen. Angeschnittene Knollen können mit Zitronensaft vor dem Bräunen geschützt werden. Portionsweise geschnitten lässt sich Topinambur gut einfrieren.

Ideenreichtum

Ob roh, gegart, mit oder ohne Schale – Topinambur ist in jedem Fall ein Genuss. Er lässt sich gehobelt in Salaten für cremige Suppen, Soßen und Pürees verarbeiten. Auch pur in der Pfanne, gedämpft oder als Puffer ist die Knolle ein Geschmackserlebnis. Wie wäre es mit einer Topinambur-Walnusssuppe oder Pasta mit Topinambur-Pesto? Probieren Sie es aus!

Bildrechte © Veganpassion, Stina Spiegelberg

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