Veggie des Monats Dezember

Rotkohl

Veggie Facts

Das klassische Wintergemüse wird bereits ab den Sommermonaten geerntet, wir verbinden seine kräftige Farbe und sein mildes Aroma aber vor allem mit der kalten Jahreszeit. Welcher kleine aber wichtige Unterschied den Rotkohl um so vieles gesünder macht als seine blassen Brüder und wie du Rotkohl bekömmlich genießt, erfährst du hier. Wusstest du, dass die Färbung des Kohls von Rot bis Blau ein Indikator für den PH-Wert des Bodens ist?

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Stina Spiegelberg, Veganpassion

Gesundheitsplus

Rotkohl erhält seine Farbe durch sekundäre Pflanzenstoffe, die Anthocyane. Diese Antioxidantien schützen unsere Zellen vor freien Radikalen. Damit neutralisieren sie oxidativen Stress und beugen Entzündungen vor. Rotkohl ist ein sehr kalorien- und fettarmes Gemüse, das durch seinen hohen Ballaststoffgehalt lange satt hält. Vor allem in den kalten Wintermonaten, in denen relativ wenige regionale Obst- und Gemüsesorten verfügbar sind, unterstützt der Rotkohl unser Immunsystem und liefert wichtige Vitamine. Mit Vitamin B6, B9, C, E und K wird nicht nur unsere Immunabwehr gefördert, sondern ebenso die Bildung von Neurotransmittern und der Knochenaufbau. Mineralstoffe wie Kalium, Calcium, Schwefel und Magnesium fördern unseren Stoffwechsel und sind wichtig für unseren Wasserhaushalt und ein gesundes Herz-Kreislauf-System.

Solltest du beim Verzehr von Kohlgemüse Blähungen verspüren, kannst du versuchen den Rotkohl vor der Verarbeitung 2 Tage (vorgeschnitten) einzufrieren und mit Gewürzen wie Kümmel und Fenchel zu verfeinern. Oftmals ist es für unsere Verdauung nur eine Frage der Gewöhnung bis sich das Darmmilieu an die neuen Lebensmittel angepasst hat.

Lagerung

Beim Kauf von Rotkohl darauf achten, dass die Blätter knackig und fest sind. Frischen Rotkohl kannst du im Gemüsefach des Kühlschranks bis zu vier Wochen aufbewahren. Angeschnittene Stücke innerhalb von einer Woche aufbrauchen, da sie schnell an Vitamin C verlieren. Rotkohl nicht gemeinsam mit Äpfeln oder Tomaten lagern. Das enthaltene Ethylen-Gas lässt den Kohl schneller welken.

Ideenreichtum

Rotkohl ist roh am wertvollsten und kann als Saft oder Salat zubereitet werden. Für viele Menschen ist gegarter Rotkohl allerdings bekömmlicher. Als reine Sattmacher-Beilage ist der Rotkohl mächtig unterfordert. Sein ganzes Potential schöpfst du mit süßen Zugaben wie Äpfeln, Maronen und Kürbis aus und kannst dir bei der Zubereitungsart alle Wege offen lassen. Denn Rotkohl schmeckt roh genauso toll wie gedünstet oder geröstet. Mein persönlicher Favorit sind die Röstaromen des Rotkohl im gebackenen Rotkohl-Persimmon-Salat – probiere es aus!

Bildrechte © Veganpassion, Stina Spiegelberg

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