Veggie des Monats Dezember

Buchweizen

Veggie Facts

Buchweizen blüht bei uns erst seit einigen Jahren aufgrund der vielen Gluten-Unverträglichkeiten auf, gehört in Russland und Polen aber schon lange zum täglich Brot. Aus Asien zu uns gewandert zählt er zum Pseudogetreide. Damit ist er kein „echtes“ Getreide aus der Familie der Süßgräser, sondern ein Knöterichgewächs wie etwa Sauerampfer. Sein Geschmack allerdings ist dem Getreide sehr ähnlich und er lässt sich ebenso vielseitig einsetzen. Wer neugierig ist, sollte sich daher unbedingt trauen! Warum Buchweizen so wertvoll ist und was in dem neuen alten Pseudogetreide steckt, erfahren Sie hier.

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Stina Spiegelberg, Veganpassion

Gesundheitsplus

Als Knöterichgewächs ist Buchweizen frei von Gluten, was ihn auch bei Zöliakie verträglich macht. Außerdem ist das Pseudogetreide lektinfrei und damit auch für Diabetiker geeignet. Buchweizen ist deutlich reicher an hochwertigen Nähr- und Vitalstoffen als unsere üblichen Getreidearten. Er enthält viel Eiweiß, und liefert dabei die essentiellen Aminosäuren in einem sehr günstigen Aminosäurennprofil, was die Deckung des Eiweißbedarfes einfach macht. Mit den Mineralstoffen Eisen, Magnesium und Zink trägt er einen guten Anteil zur täglichen Nährstoffversorgung bei.

Das kleine Korn enthält viel Lezithin, das für den Fettstoffwechsel und Zellaufbau von Bedeutung ist. Man vermutet, dass das enthaltene Phospholipid bei regelmäßiger Einnahme unsere Gehirnaktivität steigert. Die enthaltenen Flavonoide (sekundäre Pflanzenstoffe), genauer das Rutin, verbessern die Mikrozirkulation und wirken sich damit positiv auf die Gefäßwände aus. Darüber hinaus liefert Buchweizen eine hohe Menge an Ballaststoffen, die unsere Verdauung fördern und unseren Darm gesund halten.

Lässt man Buchweizen keimen wird er basisch und reduziert seinen Stärkegehalt deutlich, außerdem steigt beim Keimen sein Mineralstoffgehalt.

Lagerung

Buchweizen ist als ganzes Korn, Grütze, Flocken, gepufft oder Mehl in Bioläden ganzjährig erhältlich. Wie andere Vollkorngetreide wird Buchweizen verhältnismäßig schnell ranzig, daher sollte er bedarfsorientiert gekauft werden. Vor der weiteren Verarbeitung sollte der Buchweizen gründlich gewaschen werden. Buchweizen lässt sich gut verpackt, kühl und trocken lagern und so 6-8 Wochen aufbewahren. Schlechte Körner sollten aussortiert werden.

Gekeimter Buchweizen ist nur wenige Tage haltbar. Man kann ihn im Dörrautomaten trocknen und in einem wiederverschließbaren Glas mehrere Wochen aufbewahren.

Ideenreichtum

Buchweizen lässt sich vielseitig in der Küche einsetzen. Sein nussiger Geschmack ist besonders beliebt in Kuchen, zum Verfeinern von Suppen, Bratlingen, Pfannkuchen (wie die französischen Galettes) und auch Müsli. Da Buchweizen glutenfrei ist, hat er keine eigene Backfähigkeit wie Weizen, lässt sich aber mit wenigen einfachen Tricks sehr gut für Backwaren verwenden. Probieren Sie Pflaumenkuchen aus Buchweizen mit Butterstreuseln und selbst gemachte Granola einmal aus und lassen Sie sich von seinem reichen Geschmack überraschen. Viel Spaß beim Genießen!

Bildrechte © Veganpassion, Stina Spiegelberg

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