PRESSEMITTEILUNG

Bergkirchen, 06.07.2018

 

BKK ProVita informiert: Hilfe für pflegende Angehörige

Die häusliche Pflege kostet viel Kraft. Deshalb sollen sich pflegende Angehörige helfen lassen.

Viele Pflegebedürftige werden von Angehörigen versorgt

Pflegende Angehörige sind in Deutschland ein großes System der helfenden Hände, denn sie leisten die Hauptarbeit im Pflegesystem. Laut Bundesamt für Statistik wurden im Jahr 2015 72,6 Prozent der 2.860.293 Pflegebedürftigen in häuslicher Pflege versorgt, Tendenz steigend. In zwei Drittel der Fälle übernahmen das allein Angehörige.

Pflege von Angehörigen belastet die Gesundheit

Mittlerweile ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass die Pflege von Angehörigen erhebliche gesundheitliche Folgen mit sich bringen kann. Eine Langzeitstudie aus der Psychoneuroimmunologie (Kiecolt-Glaser et al. [2003]) zeigt, dass Personen, die aufgrund der Pflege eines demenzkranken Ehepartners chronisch belastet sind, im Vergleich zu „Nicht-pflegenden Angehörigen“ deutlich höhere Entzündungswerte aufweisen. Erhöhte Entzündungswerte stehen in Verbindung mit dem Auftreten schwerer Entzündungserkrankungen des Alters (z. B. kardiovaskuläre Erkrankungen, Alzheimer oder Osteoporose).

Unterstützung für pflegende Angehörige

Andreas Schöfbeck, Vorstand der BKK ProVita, weiß: „Auf Dauer kostet die Pflege eine Menge Kraft, denn durch die Verantwortung für die pflegebedürftige Person werden eigene Bedürfnisse, wie soziale Kontakte, Hobbys oder andere Interessen, nicht selten zurückgestellt. Umso wichtiger ist es, frühzeitig für Entlastung zu sorgen. Doch viele pflegende Angehörige nutzen die Möglichkeiten der Unterstützung nicht.“

BKK ProVita informiert über Hilfe bei der Pflege

Pflegende Angehörige haben Anspruch auf Unterstützung. Die BKK ProVita informiert über die verschiedenen Möglichkeiten, die Pflegende zur Erholung in Anspruch nehmen können.

Auszeit von der Pflege von bis zu acht Wochen im Jahr

Für den „Urlaub von der Pflege“ oder auch die Regeneration bei eigener Erkrankung stehen Angehörigen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung: Bei der „Ersatz- oder Verhinderungspflege“ kann der Pflegebedürftige zu Hause bleiben und wird beispielsweise von einer Pflegekraft eines ambulanten Pflegedienstes oder von einer nahestehenden Person versorgt. Verhinderungspflege kann auch stundenweise in Anspruch genommen werden und ist bis zu sechs Wochen im Jahr möglich. Entscheidet man sich für eine „Kurzzeitpflege“, kann der Versicherte bis zu acht Wochen im Jahr in einem Pflegeheim stationär betreut werden.

Urlaub mit Pflegebedürftigen

Wenn es für pflegende Angehörige keine Option ist, alleine in den Urlaub zu fahren, besteht die Möglichkeit, den Pflegebedürftigen mitzunehmen. Hierfür gibt es spezielle Kur- und Pflegehotels. Bei Vorliegen der Voraussetzungen bezuschusst die Pflegekasse einen Urlaub mit dem Pflegebedürftigen.

Unterstützung und Information für pflegende Angehörige von der BKK ProVita

Die BKK ProVita unterstützt pflegende Angehörige durch umfassende Aufklärung auf ihrer Homepage. Unter www.pflegeportal.bkk-provita.de bietet die BKK ProVita unter „Mit Rat und Tat – Hilfe für pflegende Angehörige“ für alle Interessierten viele wichtige Informationen zum Thema Pflege. Hier wird im Kapitel „Selbstsorge“ besonders auf die Erholung und Entspannung für Pflegende eingegangen. Individuelle Beratung bietet die BKK ProVita ihren Versicherten jeden Mittwoch von 8:00 bis 15:00 Uhr unter der Telefon Nr. 08131 6133-2312 oder per E-Mail an daniela.neuber@bkk-provita.de.

 

 

 

 

 

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