Ernährung und Gesundheit – Wie hängt es zusammen?

Was wir essen hat einen großen Einfluss darauf, wie wir uns fühlen. Auch ist bekannt, dass unsere Ernährungsweise sehr stark mit unserer Gesundheit zusammenhängt. Wie wir uns ernähren hat einen sehr großen Einfluss auf die Entstehung von Krankheiten. Vor allem bei der Entstehung von Herz-Kreislauferkrankungen (wie z. B. Arteriosklerose, Bluthochdruck und Herzinfarkt), Diabetes und Krebs spielt die Ernährung eine große Rolle. Viele Studien zeigen, dass sich mit einer ausgewogenen, vielseitigen Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten (Linsen, Bohnen etc.), Nüssen und Samen das Risiko, an diesen Krankheiten zu erkranken, reduzieren lässt.

Warum ist pflanzliche Nahrung so gesund?

Je höher der Anteil an pflanzlichen Produkten in der Ernährung ist, desto weniger ungesunde, tierische Fette, tierische Eiweiße und Cholesterin werden dem Körper zugeführt. Zahlreiche Studien belegen, dass diese Stoffe zur Entstehung von Herz- und Kreislauferkrankungen, Diabetes und Krebs beitragen.

Je höher der Anteil an rotem Fleisch und Wurstwaren ist, desto höher ist das Risiko, an Darmkrebs und Magenkrebs zu erkranken. Auch bestätigen mittlerweile viele Studien, dass der Konsum von Milchprodukten das Risiko erhöht, an Prostatakrebs zu erkranken. Überdies werden immer mehr Antibiotika in der Tiermast verwendet. Laut eines Forschungsberichts der Universität in Princeton (U.S.) hat Deutschland die vierthöchste Verwendung von Antibiotika in der Tiermast. Im globalen Mittel sind es 45 Milligramm je Kilogramm Rindfleisch, 148 Milligramm je Kilogramm Huhn und 172 Milligramm je Kilogramm Schweinefleisch. Auch in der Fischmast in Aquakulturen ist die Menge verwendeter Antibiotika sehr hoch. Die Verwendung von Antibiotika in der Tiermast führt zur Bildung von Antibiotika-resistenten Keimen. Bei Erkrankungen mit diesen Bakterien wirken somit bestimmte Antibiotika nicht mehr.

Bei einer vegetarischen Ernährung fallen Fleisch, Fisch und Wurst weg. Bei einer veganen Ernährung werden zusätzlich keine Eier, Milch, Milchprodukte und Honig gegessen, es werden nur pflanzliche Lebensmittel konsumiert. Hier werden dem Körper also gar keine ungesunden, tierischen Fette, Cholesterin und tierischen Eiweiße zugeführt. Ein hoher Gesamtfettanteil, ungesunde, gesättigte, tierische Fette und Cholesterin verstopfen die Arterien und tragen so zur Entstehung von Arteriosklerose, Bluthochdruck und Herzinfarkt bei.

Eine rein pflanzliche Ernährung enthält durchschnittlich mehr der folgenden, sehr gesunden Inhaltsstoffe, die für den Körper so wichtig sind: Ballaststoffe, Magnesium, Kalium, Vitamin C, Vitamin E, Folsäure, Carotenoide, Flavonoide und andere, sekundäre Pflanzenstoffe.

Kann Krankheiten mit bestimmter Ernährung vorgebeugt werden oder können diese sogar geheilt werden?

Viele Studien zeigen, dass Vegetarier und vor allem Veganer ein geringeres Risiko haben, an folgenden Krankheiten zu erkranken:

  • Bluthochdruck
  • Arteriosklerose
  • Herzinfarkt
  • Diabetes
  • Krebs
  • Übergewicht

Andere Studien mit Menschen mit Bluthochdruck, hohen Blutfetten, hohem Cholesterin, Arteriosklerose, Diabetes und Übergewicht zeigen, dass sich die Blutwerte und Krankheitssymptome durch die Umstellung auf vegane Ernährung verbessern lassen. Bei manchen Personen konnten in Absprache mit dem Hausarzt folglich sogar Medikamente reduziert oder vollständig weggelassen werden. Umso höher der Anteil an pflanzlichen Produkten in der Nahrung ist, desto gesünder ist es und desto mehr kann das Krankheitsrisiko reduziert werden.

Auf was ist bei einer Ernährung mit einem hohen pflanzlichen Anteil zu achten?

Bei einer Ernährung mit einem hohen bis ausschließlich pflanzlichen Anteil, vor allem bei der rein vegetarischen bzw. veganen Ernährung, ist es wichtig, sich ausgewogen und vielseitig zu ernähren und möglichst gering verarbeitete Lebensmittel zu bevorzugen.

Die Kombination von Getreide und Hülsenfrüchten (z. B. Bohnen, Linsen, Kichererbsen) gewährleistet, dass der Körper mit allen notwendigen Eiweißen versorgt wird. Das Eiweiß aus Tofu kann genauso gut vom Körper verwertet werden wie tierisches Eiweiß. Zusätzlich sollte viel grünblättriges Gemüse, kalziumreiches Mineralwasser und Sojamilch mit Kalziumzusatz getrunken werden, um eine ausreichende Kalziumzufuhr zu gewährleisten. Als Pflanzenöle empfehlen sich vor allem Leinöl, Walnussöl und Rapsöl zusätzlich zu Olivenöl. Diese liefern viele gesunde Omega-3-Fettsäuren. Die Kombination von Getreideprodukten mit frischem Obst und Gemüse sorgt dafür, dass die Zink und Eisenaufnahme aus dem Getreide vervielfacht wird.

Vitamin B12 ist in pflanzlichen Produkten nur in sehr geringen Mengen enthalten. Um die Nährstoffempfehlungen zu erreichen, empfiehlt es sich, mit Vitamin B12 angereicherte Lebensmittel zu konsumieren und zusätzlich ein Nahrungsergänzungsmittel oder eine mit Vitamin B12 angereicherte Zahnpasta zu verwenden.

Um die Nährstoffempfehlungen für Jod zu erreichen, empfiehlt sich die ausschließliche Verwendung von jodiertem Speisesalz. Damit der Körper genügend Vitamin D produzieren kann, reicht es, sich in der Zeit von April bis September regelmäßig 15 bis 30 Minuten lang bei unbedeckter Haut der Sonneneinstrahlung auszusetzen. In den restlichen Monaten empfiehlt es sich, Vitamin-D-reiche Lebensmittel wie Pilze oder mit Vitamin D angereicherte Lebensmittel (z. B. Margarine, Cerealien, Orangensaft) zu verwenden.

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